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Viermast-Stahlbark "Passat" in Travemünde

Das heutige Traditionsschiff, maritime Denkmal und Wahrzeichen des Seebades Travemünde, die Viermast-Stahlbark „Passat“, wurde 1911 von der Werft Blohm und Voss in Hamburg für die Hamburger Reederei F. Laeisz für einen Preis von 680.000 Goldmark gebaut. Am 20. September 1911 wurde das Schiff auf den Namen "Passat" getauft und lief am 24. Dezember 1911 unter Kapitän J. Wendler zu ihrer Jungfernfahrt von Hamburg um Kap Hoorn nach Chile aus.

Taufspruch der "Passat":
"Der Sturm bedroht in der Nordsee den Segler.
Dichter Nebel im verkehrsreichen Kanal bereitet Gefahr.
Des Ozeans ganze Wucht trifft ihn in der Biscaya.
Erst wenn der Wendekreis überschritten,
zieht mit den vom Passat geschwellten Segeln das Schiff in schnellem Lauf seinem Ziele zu.
Mögen günstige Winde Dich,
Du stolzes Schiff, stets schnell und sicher in den schützenden Hafen geleiten.
Diesem Wunsche soll Dein Name Ausdruck geben.
Ich taufe Dich Passat."

Der Flying-P-Linern war für seine Geschwindigkeit von bis zu 18 Knoten und hohe Sicherheit berühmt und war in damaligen Zeit rentabler als jedes Dampfschiff. In nur 70 Tagen erreichte er von Hamburg aus das südamerikanische Chile. Sie wurde als Frachtsegler für den Getreide- und Salpetertransport zwischen Europa und Südamerika eingesetzt.

Während der Zeit des ersten Weltkrieges blieb das Schiff im Hafen von Iquique in Chile und kehrte erst 1921 nach Europa (Marseille) zurück. Dort angekommen, beanspruchte der französische Staat das Schiff als Kriegsentschädigung. Da aber keinen Bedarf für so ein Schiff bestand, wurde es zum Kauf angeboten, so kaufte 1921 die Reederei Laeisz ihr Schiff für 13.000 Britische Pfund wieder und setzte es weiterhin im Salpeterhandel ein.

1925 wurde das Schiff zum frachttragenden Schulschiff umgebaut. Ab 1932 im Eigentum des finnischen Reeders Gustaf Erikson diente sie als Weizentransporter zwischen Australien und Europa. Dreimal (1934, 1937 und 1938) gewann die Viermast-Stahlbark die so genannte "Weizenregatta der frachtfahrenden Großsegler",  ein inoffizielles Wettrennen mit einer Weizenladung im Frachtraum von Europa nach Australien über Kap Hoorn zurück nach Europa. Insgesamt 39 mal segelte das Schiff um das stürmische Kap Hoorn an der südlichen Spitze von Südamerika in seinem aktiven Dasein. Im Jahre 1957 wurde die "Passat" dann wegen sinkender Rentabilität außer Dienst gestellt.

1959 erwarb die Hansestadt Lübeck das Segelschiff und seitdem liegt es im Hafen in Travemünde am Priwall vor Anker und ist mit seinen 56 Meter hohen Masten ein weithin sichtbares Wahrzeichen des Seebades Travemünde geworden. Ab 1960 war es stationäres Museumsschiff, Jugendherberge und Veranstaltungsort im Segelschiffhafen und steht seit 1978 als Beispiel deutscher Schiffsbaukunst und Seefahrtsgeschichte unter Denkmalschutz.

Für eine Besichtigung nimmt man entweder eine der Autofähren oder die Fußgängerfähre an der Nordermole zum Priwall.

Beim Rundgang am Deck der Passat  beeindruckt die 4.600 m² Segelfläche, das große Steuerrad, die Schiffsglocke, die Laderäume und das Kartenhaus. Unter Deck kann man sich einen Eindruck vom Leben auf einem Frachtsegelschiff machen und die Kammer des Reeders, die Kombüse, den Laderaum, den Ausstellungsraum, die Offiziersmesse und der Kapitänssalon besichtigen.

Es finden Veranstaltungen auf dem Schiff statt, man kann die Räumlichkeiten für Feiern oder Tagungen buchen. Als Unterkunft ist die Passat bei Klassenfahrten und Freizeitgruppen sehr beliebt, man kann dort Übernachtungen in bis zu 102 Kojen buchen, es gibt 1er, 2er, 3er und 4er Kajüten und eine "Passat-Suite". Ein besonderes Angebot ist die standesamtliche Trauung und vielleicht anschließende Kapitäntrauung auf dem Schiff.

Kontakt:
Maritimes Denkmal Passat
Am Priwallhafen 16a
23570 Lübeck-Travemünde
Telefon: +49 (0) 4502 5287
Internet: www.ss-passat.com

Öffnungszeiten:
1. Apr - 13. Mai und Okt Mo - So 11:00 - 16:30 Uhr
14. Mai - 30. Sep Mo - So 10:00 - 17:00 Uhr
Nov - März geschlossen

Weitere Informationen unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Passat_(Schiff)
Weiteres Video bei Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=RMGS3GbV68c

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Copyright der Fotos Wikipedia
Quelle der Texte B. Sternal nach Wikipedia 2013

 
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