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Das Schloss Glücksburg

Glücksburg ist eine Stadt an der Flensburger Förde in Schleswig-Holstein, nahe Flensburg.  Sie liegt in der  Landschaft  Angeln, die geschichtlich erstmals bereits im Jahr  98 n. Chr. von Tacitus in dessen Germania erwähnt wurde.

Schloss Glücksburg Schloss Glücksburg Schloss Glücksburg

Die Geschichte des Glücksburger Schlosses nimmt im Jahr 1209 seinen Anfang. Das Doppelkloster St. Michael in Schleswig war zuvor aufgelöst worden und die dortigen Zisterziensermönche auf der Suche nach einem neuen Domizil.  Sie gründeten auf dem Gelände des heutigen Schlosses das Rüdekloster, das in den folgenden Jahrhunderten erblühte und großen wirtschaftlichen Aufschwung nahm.

Über 300 Jahre hatte das Rüdekloster Bestand, dann kam die Reformation und dessen Auswirkungen trafen auch dieses Kloster. Im Jahr 1538 wurde es säkularisiert und kam 1544 in den Besitz des dänischen Königs Christian III.. In den ehemaligen Klostergebäuden wohnte fortan der königliche Verweser.

Die eigentliche Geschichte des Schlosses Glücksburg begann erst im Jahr 1582. König Christians Sohn und Nachfolger, König Friedrich II., belehnte seinen Bruder Johann III. mit zahlreichen Gütern, darunter auch dem Rüdekloster. Johann III. war zwar Herzog von Schleswig-Holstein, wurde aber von den Ständen nicht anerkannt – er war ein abgeteilter Herr. Seine Macht und seinen Reichtum demonstrierte er unter anderem durch zahlreiche Prestige-Bauten, darunter das Schloss Glücksburg. Ab 1582 ließ er das ehemalige Klosterareal  komplett umgestalten und errichtete ein Landschloss im Stil der Zeit.

Nach dem Tode Johanns III. 1622 wurde das Herzogtum Schleswig-Holstein-Sonderburg unter dessen Erben aufgeteilt. Johanns Sohn Philipp erhielt das Schloss und die Ländereien Glücksburgs und begründete somit die erste, die ältere Linie des Hauses Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg. Das Schloss blieb über etwa 200 Jahre Sitz der Herzöge von Glücksburg.

Schloss Glücksburg Schloss Glücksburg Schloss Glücksburg

Der dänische König Friedrich VI. übergab das Lehen und damit Schloss sowie den Titel 1825 an seinen Schwager Friedrich Wilhelm aus dem Hause Holstein-Beck. Herzog Friedrich Wilhelm war in Dänemark und Preußen aufgewachsen und stammt in direkter Folge von Schlosserbauer Christian III. ab. Zusammen mit seiner Gemahlin Luise Karoline von Hessen-Kassel begründete er die jüngere Linie des Hauses Glücksburg. Das Schloss diente der Herzogsfamilie zwar nicht mehr als Residenz, nach dem Tode von Friedrich Wilhelm residierte seine Gemahlin aber bis zum Ausbruch des Schleswig-Holsteinischen-Krieges im Jahr 1848 in Glücksburg. Das Ehepaar hatte 10 Kinder, darunter war auch der spätere dänische König Christian IX. Dieser gilt als Stammvater der Glücksburger Linie auf dem Dänischen Thron.

Unter ihm erhielt das Schloss den Ruf, die Wiege Europas zu sein und der neue König wurde oft als Schwiegervater Europas bezeichnet. Aus der Ehe Christians mit Prinzessin Louise von Hessen-Kassel heirateten drei Töchter in die Königshäuser von England und Russland ein: Alexandra ehelichte den späteren Edward VII., Dagmar den späteren Zar Alexander III. und die jüngste Tochter Thyra den Herzog von Cumberland. Der zweite Sohn wurde als Georg I. König von Griechenland und der Enkel Carl König von Norwegen. Das Haus Glücksburg ist aus dieser Zeit bis heute mit fast allen großen europäischen Dynastien verwandt.

Im Deutsch-Dänischen-Krieg 1864 diente das Schloss als Quartier für Prinz Carl von Preußen und wurde später sogar als Lazarett und Kaserne genutzt. Für Schleswig-Holstein endete der Krieg im Fiasko. Auf der Grundlage des Londoner Protokolls als Völkerrechtsdokument gelangte das Schloss Glücksburg an Preußen.

Schloss Glücksburg Schloss Glücksburg Schloss Glücksburg

Der preußische König Wilhelm I. gab das Schloss jedoch 1871 an die herzogliche Familie zurück und Herzog Karl, ein Bruder König Christian IX., nutzte es anschließend wieder als festen Wohnsitz. Das Schloss blieb im Besitz des Hauses Glücksburg und war fast durchgehend von der Familie und Verwandten bewohnt.

Zu den bekanntesten regelmäßigen Gästen gehörte Auguste Viktoria, die letzte deutsche Kaiserin, die aus dem eng verwandten Haus Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg stammte. Sie hielt sich häufig in Glücksburg auf, ihre Schwester Caroline Mathilde war mit Friedrich Ferdinand verheiratet und Auguste Viktoria besuchte sie hier oft. Nach der Kaiserin ist eine Folge von Zimmern des ersten Obergeschosses benannt. Auch Wilhelm II. war oft zu Gast, bewohnte das Schloss in der Regel jedoch nicht, sondern nächtigte während seiner Aufenthalte auf seiner Yacht.

Schloss Glücksburg wurde seinem Name gerecht, es überstand beide Weltkriege unbeschadet. Zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurde das nahe Mürwik zum Regierungssitz unter Dönitz und Reichsminister Albert Speer nahm das Glücksburger Schloss zum Quartier, wo er am 23. Mai 1945 von den Alliierten verhaftet und auch verhört wurde. Das Schloss diente bis zum Sommer 1945 als Haftanstalt für fast 200 ehemalige Angehörige der Wehrmacht

Im Jahr 1948 wurde das Schloss, das bereits 1922 von der herzoglichen Familie in eine Stiftung eingebracht worden war, wieder eröffnet. Seitdem ist dieses Kulturdenkmal der Öffentlichkeit zugänglich und dient als Museum und Veranstaltungszentrum.

Schloss Glücksburg Schloss Glücksburg Schloss Glücksburg

Für den Bau des Schlosses stellte Herzog Johann III. 6.000 lübische Mark zur Verfügung, was einem Gegenwert von etwa 1200 Rindern entsprach. Die Glücksburg wurde in unmittelbarer Nähe zum ehemaligen Kloster errichtet und ein Teil des Baumaterials wieder verwendet. Das einstige Klostergelände wurde geflutet und zu einem großen Schlossteich aufgestaut. Das Schloss ist keinem Baustil zuzuordnen; es hat die charakteristische Bauform Schleswig-Holsteins aus der Zeit des Mittelalters und der Renaissance. Das Schloss wurde zwar als herrschaftlicher Residenz geplant, gebaut wurde es aber wie ein mittelalterlicher adliger Wohnsitz. Die Glücksburg war eine Wasserburg mit schießschartenähnlichen Öffnungen in den Türmen, die zinnenbewehrt waren. Eine Zugbrücke sicherte einstmals den Zugang.

Das Schloss hat eine quadratische Grundfläche mit einer Kantenlänge von etwa 30 Meter. Es besteht aus drei einzelnen Häusern mit jeweils eigenem Grundriss und eigenem Dach. Während das mittlere Haus die großen Säle und das Vestibül aufnahm, wurden die beiden seitlichen Häuser mit den Wohnräumen versehen. Die Schlosskapelle, deren Altarwand nach Osten ausgerichtet ist, ist der einzige Raum, der quer zum Gesamtgrundriss angesetzt wurde und sich gleichzeitig im östlichen und mittleren Haus befindet. Die vier Ecken der Glücksburg werden jeweils von einem achtseitigen Turm flankiert, jeder mit einem Durchmesser von 7 Meter.

Dem Schloss vorgelagert ist ein Wirtschaftshof, der ursprünglich die Funktion einer Art Vorburg erfüllte. Zum Schloss gehört auch ein großzügiger Schlossgarten, der von Schlossteich begrenzt wird.

Direkt neben dem Schlossgarten, auf dem Gelände der früheren Schlossgärtnerei, wurde 1990/91 das Glücksburger Rosarium eingerichtet. Den Mittelpunkt bildet darin das frühere Gärtnerhaus. Im Rosarium werden auf einer Grundfläche von knapp einem Hektar über 500 historische, englische, Kletter- und Wildrosen kultiviert.

Weitere Informationen: Rosarium Glücksburg

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Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal  2013

 
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