Ausflugsziele Startseite

 
Rubriken:
> Action & Freizeit
> Baudenkmale
> Familie & Kinder
> Garten- & Parkanlagen
> Inseln
> Kultur
> Kuriositäten
> Leuchttürme
> Mühlen an der Ostsee
> Museen
> Natur & Nationalpark
> Reiten & Kutschfahrten
> Brücken & Seebrücken
> Seefahrt, Schiffe, ...
> Strände
> Tiere & Tiergärten
> Traditionen & Handwerk
> Wandern & Biken

> Ostsee-Hotels online   
   Buchen mit
                      Booking >>>


> Suchmaschine
 
> Hier möchte ich Werben!

> Gastgeber-Regionen    an der Ostsee

> Last-Minute Angebote
   an der Ostsee

> Ostsee-Karte

> Ostsee-Bücher, Karten,
   Kalender, Bildbände
   und vieles mehr ...

> Ostsee-Ausflugsziele-
   Forum


> Impressum

Hier kostenlose Reiseführer von der Ostsee anfordern >>>       

 

 

 
 

Die Wasserkunst in der Hansestadt Wismar

Auf dem Marktplatz in der Hansestadt Wismar findet man die nach Plänen des Utrechter Baumeisters Philipp Brandin erbaute Wasserkunst. Die Bauzeit begann um 1579 und endete 1602. Das wie ein kleines Schlösschen anmutende Bauwerk ist im niederländischen Renaissance-Stil gearbeitet. Über dem Zwölfeckbau aus Kalkstein befindet sich eine kupferne Haube mit einer sechseckigen Laterne.

Die Geschichte der Wasserkunst begann im 16. Jahrhundert, die Wasserversorgung der Bevölkerung der Stadt Wismar musste gelöst werden. Nach der Versorgung mit kleinen Brunnen wurde 1563 die erste Wasserkunst erbaut, damals führten Rohre aus Holz zum Sammelbecken. Da diese aber mit der Zeit brüchig wurden, benötigte man ein dauerhafteres Material, das heißt Stein. 1579 wollte Philipp Brandin eine Wasserkunst aus Stein bauen, nach vielerlei Querelen mit dem Rat, war der Bürgerausschuss 1594 mit dem Bau einverstanden, allerdings sollte der Bau nun 600 Taler statt der anfänglichen 200 Taler kosten. Da Philipp Brandin 1594 verstarb, vollendete 1602 der Lübecker Meister Heinrich Dammert das Bauwerk.

Durch das Leitungssystem der Wasserkunst wurden 220 Häuser und 16 öffentliche Schöpfstellen mit Quellwasser versorgt. 1861 wurde eine umfassende Rekonstruktion nach Plänen von Heinrich Thormann vorgenommen, da die Größe des Wasserbehälters nicht mehr für die gewachsene Stadt ausreichte. Der Unterbau wurde vergrößert und mit Rasen verziert. Ebenfalls wurde das Leitungssystem aus Holz durch gusseiserne Rohre ersetzt. Die lateinische Inschrift, welche die Trinkwasserversorgung vergangener Zeit beschreibt, wurde im Zuge der Restauration ins Deutsche übersetzt und zusätzlich rund um die Wasserkunst angebracht.

„Brunnen, Wasser in Tonnen verkauft, und nicht eine Leitung der Grube entlang, befriedigten nicht die Bedürfnisse der Stadt, und deshalb führte man 1571 durch Röhren frisches Quellwasser von Metelsdorf auf den Markt. Kriegsnoth wegen richtete man 1682 das Pumpwerk ein, welches Flusswasser aus dem Mühlengraben herbeibrachte und vereinigte beides Wasser nach der Belagerung von 1715. Des Behälters Schadhaftigkeit und Kleinheit wegen ist die alte Kunst bis auf den Grund niedergenommen und neu eingerichtet, vergrößert wieder erbaut worden im Jahre 1861. Möge durch des barmherzigen Gottes Gnade der Fleiß und die Treue der Vorsteher auf lange Zeit hin dies der Gesundheit, Reinlichkeit und öffentlichen Sicherheit gewidmet Werk unserer Stadt erhalten. “ (Autor unbekannt)

Um in Kriegszeiten nicht abhängig zu werden, lies der Wismarer Rat 1685 in einem Wehrturm einen neuen Wasserturm (heute der Alte Wasserturm) errichten. Der Wasserturm wurde 1715 mit der Wasserkunst auf dem Markt durch hölzerne Leitungen verbunden. Bis 1897 versorgte die Wasserkunst die Bürger der Stadt.

Zwischen 1966 bis 1976 wurde die Wismarer Wasserkunst mit Hilfe des Institut für Denkmalpflege Schwerin umfassende restauriert. Dabei beaufsichtigte der Schweriner Bildhauermeister Rolf Lange die Steinmetzarbeiten. Weitere Fachleute bei der Restaurierung waren Klempnermeister aus Schwerin, ein Holzbildhauer aus Güstrow, der Wismarer Schmiedemeister Heinrich Schoknecht und viele mehr.

Weitere Informationen unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Wasserkunst_Wismar

zurück

Copyright der Fotos Bernd Sternal und der Texte nach Wikipedia 2011

 
Pauschale Anfagen an Gastgeber an der Ostsee